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Freitag, 24. August 2018

Bericht von der B-Trainer Ausbildung

Jörg Hahn ein Teilnehmer der B-Trainer Ausbildung berichtet

Bericht zum ersten langen Wochenende zur B-Trainer-Ausbildung 16.-19.08.2018, Halle von Jörg Hahn

Es ist Donnerstag früh kurz nach 10:00 Uhr. Die angemeldeten C-Trainer laufen aus verschiedenen Landesverbänden in Halle auf.  9 Teilnehmer mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen, Zielsetzungen und Erwartungshaltungen wie die ersten Fragen der Dozenten/Referenten Alfred Sowicki (Bundeslehrwart) und Peter Wagner (A-Trainer)  schnell deutlich machen.

In lebhaften Diskussionen und Gruppenarbeiten  ständig wechselnder Besetzung versuchen die Teilnehmer den hohen, qualitativen Anforderungen gerecht zu werden. Wer Frontalunterricht erwartet hatte wurde schnell eines Besseren belehrt. Die Präsentation von Inhalten beschränkte sich auf Schnelldurchläufe und buntem Folienmix aufgeteilt zwischen den beiden Referenten, die sich hervorragend ergänzten. Die eigentliche Arbeit lag in den Eigenleistungen der gesamten Gruppe. So hatte es Alfred Sowicki auch eingangs formuliert – auch wenn da noch niemand wirklich folgen konnte: „Wir werden uns die Inhalte des B-Trainers  Schritt für Schritt selbst erarbeiten. Wartet nicht auf vorgefertigte Standardinformationen.“

Und dieses Erarbeiten wurde, trotz allem Spaß, den wir miteinander hatten, sehr fokussiert und auch sehr anstrengend. Die Kompression der Gesamtausbildung auf wenige Wochenenden  definierte einen vollgepackten Zeitplan. Themen dieses Wochenendes waren

·         Rahmenbedingungen (DOSB, DBU)

·         Sozial- und Trainingsplanung

·         Bundes- und Landeskader

·         Kommunikation und Umgang mit Konflikten

·         Nationale Strukturkonzepte

·         Nachwuchsförderung

·         Leistungskonzepte

·         Qualifikation und Stellenbeschreibung B-Trainer

·         Trainingsmethoden, Trainings- und Wettkampfvorbereitung

·         Anatomie und Bio-Mechanik

·         Vertrauen und Motivation

·         Periodische und zyklische Trainingsvorgehen und –ziele

·         Doping-Prävention.

 

Die Teilnehmer begleiteten alle 4 Tage die Notwendigkeit der Niveauanpassung aus den Vorausbildungen sowie die Erfordernis einer einheitlichen, wissenschaftlich üblichen, präzisen Terminologie und die Unterlegung der Ausbildungsinhalte mit praktischen Beispielen, Videos und Anekdoten. Das Eine brachte die Teilnahme an den Rand der Aufnahmefähigkeit, das Andere richtete alle wieder auf. Didaktisch sehr gelungen.

Und trotz langer „Unterrichtszeit“ (täglich von 9:00 bis 20:30) blieb Zeit für begleitende Gespräche, die Entwicklung  gemeinsamer Gedanken, gemeinsame Essenseinheiten und beinahe nächtliche Anschlussgespräche. Aus 9 Gemeldeten wurde ein Team.

 

In diesem Sinne warten alle Teilnehmer auf die Fortsetzung. Und die Ausbilder haben mit einer Hausaufgabe dafür gesorgt, dass dieses Warten nicht als zu lang empfunden wird. Bis bald also!