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Montag, 2. Mai 2011

Interview nach der Jugend-EM

Eine Woche nach Beendigung der Jugendeuropameisterschaften in Unterföhring stellten sich die Bundesjugendwartin (Sylvia Winzetitsch) und die U21-Nationaltrainer (Joachim Hartmann, Thomas Radke, Rainer Birlinger) den Fragen rund um den Deutschen Nachwuchs.

 

 

Wie sieht euer Fazit dieser Heim-EM der Jugend aus? Seid ihr mit den erreichten Platzierungen zufrieden?

 

Jimmy & Thomas & Rainer:

Wir können mit Stolz von einer erfolgreichen EM sprechen. Neben einem kompletten Medaillensatz hat Team Deutschland weitere Spitzenplatzierungen und hervorragende Ergebnisse erreicht. Unsere Jungs haben die Lücke zur europäischen Nachwuchsspitze geschlossen und mischen jetzt ganz vorne mit.

Die Mädchen, die im vorigen Jahr in St. Maxim drei Medaillen erringen konnten, haben etwas an Boden verloren. Doch dies schmälert den Gesamterfolg des Teams Deutschland keineswegs.

 

Sylvia:

Zufrieden ist geschmeichelt! Überglücklich und vor allem bestätigt in unserer Arbeit, käme der Beschreibung näher. Nach dem verhaltenen Start in den Doppelwettbewerben – mit einer Ausnahme – sah es anfänglich nicht danach aus, dass wir diesen Medaillenregen mit nach Hause nehmen werden. Diese Erfolge werden die Basis für unsere weitere Zusammenarbeit mit den U21-Kadern sein.

 

Habt ihr einen besonderen Druck wegen des „Heimspiels“ verspürt und wie war die Unterstützung der Deutschen Zuschauer?

 

Jimmy & Thomas & Rainer:

Ja, es ist schon so, dass wir insbesondere die deutschen Zuschauer nicht enttäuschen wollten. Bei der breiten und starken internationalen Konkurrenz lassen sich Medaillen schwer voraussagen. Deshalb bestand unser vorrangiges Ziel darin, dass unsere Jugendauswahlspieler/innen ein qualitativ sehr gutes und modernes Bowlingspiel präsentieren. Insbesondere das Abschneiden über die achtzehn Pflichtspiele (Doppel, Team, Einzel) sollte die Fortschritte unserer Nachwuchsarbeit zeigen. Mit dem tollen Erfolg des Jungen-Teams – und hier vor allem das „Wie“ – wich der Druck einer erfolgreichen Heim-EM.

Alle einheimischen Zuschauer die vor Ort waren haben unsere Spieler/innen und Teams leidenschaftlich unterstützt. Wir hätten uns allerdings gewünscht, dass sich mehr Trainer und Verantwortliche der Nachwuchsarbeit aus den Ländern einen Überblick über das Niveau und die Breite im europäischen Spitzennachwuchs verschaffen. Live-Stream und Live-Scoring können den kompakten Live-Eindruck nicht ersetzen.

 

Sylvia:

Wir waren uns der Verantwortung im eigenen Land bewusst und dennoch gab es trotz guter Vorbereitung und Organisation neue Erkenntnisse, die für die Zukunft – auch im Ausland –  Berücksichtigung finden werden. Das deutsche Team hat in diesem Jahr das erste Mal nicht in einem offiziellen Hotel übernachtet. Der Ablauf war wesentlich entspannter – ohne viel Hektik und Störfaktoren. Die erforderlichen Gespräche fanden bei sommerlichen Temperaturen auf der Gartenterrasse statt. Die Stimmung war zu jeder Zeit entspannt, auch wenn die Gespräche nicht immer den gewünschten Vorstellungen entsprachen.

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass viele unserer Kaderspieler aus Schleswig-Holstein, Hessen und Baden, die in der EM-Vorbereitung ausgeschieden waren, die Osterferien genutzt und das deutsche Team vor Ort tatkräftig unterstützt haben. Das war auch für die aktiven Spieler eine ganz neue Erfahrung.

 

Haben sich die „Kräfteverhältnisse“ im europäischen Nachwuchsbowling seit St. Maxim 2010 verschoben?

 

Jimmy & Thomas & Rainer:

Um sich hier ein Bild zu machen hilft der Blick auf den Medaillenspiegel. In St. Maxim war Schweden mit 5 Titeln und insgesamt 7 Medaillen die führende Nation. Die Titel machten 5 Länder unter sich aus (Schweden, Finnland, Dänemark, Israel, Estland). Drei dieser Länder blieben in Unterföhring ohne Medaille (Dänemark, Israel, Estland). Die Edelmetallausbeuten von Schweden (4 statt 7) und Finnland (2 statt 5) gingen deutlich zurück.

Gelangten im Vorjahr elf Nationen auf das Treppchen, so erhöhte sich diese Anzahl in diesem Jahr auf zwölf. Und das, obwohl fünf der in 2010 erfolgreichen Länder den Heimweg ohne Edelmetall antreten mussten (Dänemark, Israel, Estland, Griechenland, Belgien). Dafür beteiligten sich in Unterföhring die Ukraine, Niederlande, Island, Norwegen, Polen und Irland an der Medaillenvergabe. Die Titel wurden an acht(!) Nationen vergeben (England, Ukraine, Lettland, Schweden, Niederlande, Deutschland, Finnland, Island). Nur England und der Ukraine gelang der goldene Doppelschlag. Die dominierenden Nationen in Unterföhring waren England (2 x Gold, 1 x Silber, 5 x Bronze) und Lettland (1 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze).

Was dieses „Zahlenspiel“ besonders unterstreicht ist die große Breite in der Spitze des europäischen Nachwuchsbowlings. Dieser Trend hat sich gegenüber St. Maxim verstärkt. Zu den Ländern, die in diesem Umfeld Boden gut machen konnten, zählen neben den Niederlanden, der Ukraine, Island, Norwegen, Polen und Irland auch das Team Deutschland.

 

Sylvia:

Die Ausführungen der Trainer sind ausführlich und spiegeln die Veränderungen transparent wider!

 

Gibt es signifikante Veränderungen im Team Deutschland gegenüber dem Vorjahr?

 

Jimmy & Thomas & Rainer:

Grundsätzlich unterliegen die Auswahlmannschaften im Jugendbereich einem ständigen Wechsel aufgrund der Altersbegrenzungen. Gegenüber dem Team 2010 „verteidigten“ 5 von 8 Spielern/innen ihren Platz in der EM-Auswahl (Steven Wiersema, Christian Birlinger, Nadine Motzer, Sandra Matz und Lisa Tenscher). Die weiteren Plätze konnten sich durchweg sehr junge Nachwuchstalente erkämpfen.

Robin Menacher, Dominic Buchmann und Lea Degenhardt haben noch keine A-Jugend-DM gespielt, sich praktisch direkt von der B-DM auf die europäische Bühne „katapultiert“. Robin und Dominic bringen von ihrem ersten EM-Einsatz gleich Medaillen mit, wobei sich insbesondere Robin, u.a. mit einer Top-Ten Platzierung im All-Event, überragend in Szene setzen konnte. Auch die Leistungen von Lea sind nicht hoch genug zu bewerten. Sie wird auch noch 2012 für die B-Jugend-DM spielberechtigt sein und erreichte bei ihrem ersten EM-Einsatz gleich Platz 20 in der All-Event-Wertung! Damit war sie die beste Starterin im Team Deutschland.

Der Einsatz von sehr jungen Spielerinnen/Spielern im EM-Team ist eine signifikante Veränderung in unserer Mannschaft. Wir haben dies im vorigen Jahr bereits mit Christian Birlinger praktiziert und ernteten dafür in diesem Jahr die Früchte.

Andere erfolgreiche Nationen machen uns das seit Jahren vor. Viele Medaillengewinner der letzten Jahre sind schon im Alter von zwölf, dreizehn Jahren das erste Mal bei einer Jugend-EM dabei gewesen. Erst um zu lernen, später waren sie Leistungsträger ihrer Teams.

 

Sylvia:

Wir hatten in der Vorbereitung bei den 17-18jährigen Spieler/innen mehrere Störfaktoren, die gesundheitlich und schulisch bedingt waren. Wir haben zwar Kompromisse gefunden, aber auch festgestellt, dass der EM-Auswahlkader auf max. 8 Spieler/innen erweitert werden muss, so dass zu jeder Zeit auf die am besten vorbereiteten Spieler für eine  EM- bzw. WM zurück gegriffen werden kann.

 

Wie ist die Leistungsstärke der sehr jungen Spieler und Spielerin zu erklären?

 

Jimmy & Thomas & Rainer:

Auf der Grundlage unserer methodischen Ansätze, die wir über die gesamte Saison hinweg im U21-Kader verfolgen, sind es der unbedingte Leistungswille, der die jungen Talente auszeichnet. In diesem Jahr mussten Robin, Dominic und Lea „bis zur letzten Minute“ dafür kämpfen in das EM-Team zu gelangen. Entsprechend konzentriert gingen sie unsere Vorgaben und deren Umsetzung bei den U21-Lehrgängen an, wollten mit jedem Wurf unter Beweis stellen, dass sie unser Vertrauen verdienen.

Ein guter Background im Heimtraining und – insbesondere bei den Jungs – die erfolgreichen Bundesliga-Einsätze spielen eine gewichtige Rolle. Ohne diese Komponenten wären die Leistungen bei der EM nicht denkbar gewesen.

 

Sylvia:

Die Trainer haben es exakt beschrieben, die jüngeren Spieler zeigen einen wesentlich größeren Leistungswillen um in die Kader nachzurücken. Lea Degenhardt brachte als Späteinsteigerin in den diesjährigen Kader mit ihren 13 Jahren bereits die Voraussetzungen mit, die wir in drei Vorbereitungslehrgängen, auf short oil bezüglich Präzision und Balltempo, vermittelt hatten. Dies war auch der Grund weshalb wir uns nach dem Abschlusslehrgang in Dettelbach entschieden haben die EM mit Lea zu bestreiten.

 

Und wie schätzt ihr die Entwicklung der erfahreneren Spielerinnen und Spieler ein?

 

Jimmy & Thomas & Rainer:

Der erfahrenste aus dieser Kadergruppe ist Steven Wiersema. Er spielte jetzt seine vierte Jugend-EM und war im vorigen Jahr bei der Junioren-WM in Helsinki dabei. Entdeckt haben wir Steven bei einem Beo-Kaderlehrgang. Sein großes Talent war von Beginn an unübersehbar, an der Nervenstärke und Wettkampfhärte haben wir lange gemeinsam gefeilt. Wir sind sehr froh darüber, dass unser Mix aus positiver Bestätigung seines Talents, kritischem Umgang mit seinen Leistungen und Aufzeigen von Lösungen für seine persönlichen Herausforderungen die goldene Krönung bei dieser Heim-EM erfahren hat.

 

Thomas:

Der Beo-Kaderlehrgang, an dem die Nationalkaderlaufbahn von Steven begann, war auch einer der ersten Lehrgänge an dem ich in Verantwortung als Nationaltrainer teilnahm. Insofern habe ich Stevens Entwicklung von Beginn an über einen langen Zeitraum „hautnah“ verfolgt. Es hat gerade aus diesem Grund riesigen Spaß gemacht Steven bei seinem letzten Wettbewerb bei einer internationalen Jugendmeisterschaft direkt zu begleiten. Es war der perfekte Abschluss, wie man ihn sich für jeden „ausgewachsenen“ Jugendspieler wünscht.

 

Jimmy & Thomas & Rainer:

Unseren erfahrenen jungen Damen ist es nicht so gut gelungen die Weiterentwicklung ihres Spiels bei der EM im Wettkampf umzusetzen. Aufgrund der geringeren Konkurrenz-Situation bei den Mädchen zeichnete sich eine Teilnahme an dieser EM für Nadine, Sandra und Lisa frühzeitig ab. Hier werden wir in Zukunft gegensteuern. Es scheint uns der bessere Weg zu sein, dass jeder Spieler/ jede Spielerin bis zum Schluss um das EM-Ticket hart kämpfen muss.

 

Sylvia:

Hier bleibt es abzuwarten wie sich die Leistungsbereitschaft für die Vorbereitung auf die WM der Junioren 2012 in Bangkok entwickelt. Das monatliche Reporting ist das eine, die aktive und willensstarke Zusammenarbeit mit uns, ist das andere. Wir haben mit unserem Konzept einen lückenlosen Übergang von der Jugend zu den U21-Spielern, so dass wir jederzeit in der Lage sein werden, auch hier junge Spieler/innen auf eine WM vorzubereiten.

 

Was habt ihr in der EM-Vorbereitung gegenüber dem Vorjahr verändert?

 

Jimmy & Thomas & Rainer:

Eine wichtige Veränderung war, dass wir den Fokus auf die Junioren-WM-Vorbereitung gelegt haben (findet 2012 statt). Dazu zählt die Erweiterung der D/C-Kaderlehrgänge um die potentiellen Junioren-WM-Kader (U21-C-Kader). In diesem Zusammenhang wurden die Lehrgangsschwerpunkte um die Themen short oil – und long oil Spiel erweitert. Mit dem Lehrgangsauftakt stand short oil mit Tempospiel im Mittelpunkt. Danach wurde das Thema long oil behandelt. Die medium pattern haben wir erst bei den späteren Lehrgängen abgefragt. Wir folgten dem Grundsatz: Wer das short oil- und long oil- Spiel beherrscht, der wird auch auf medium oil stark sein. Zu diesem Weg gibt es aus unserer Sicht keine Alternative, wenn wir bei den kommenden Junioren-WM’s den Abstand zur Weltspitze verringern wollen.

 

Sylvia:

Wir sind darüber hinaus wesentlich flexibler geworden. Wir erkennen frühzeitig Situationen, besprechen sie auf kurzen Wegen und treffen Entscheidungen. Das bringt uns die Synergie, dass wir unsere zeitlichen Ressourcen auf den Sport konzentriert ausrichten können.

 

Gibt es von euch neue Erkenntnisse bzgl. der international gefragten Spielweise?

 

Jimmy & Thomas & Rainer:

Die wichtigste Erkenntnis ist: Wir befinden uns auf dem richtigen Weg. In Unterföhring war schön zu sehen, dass sich die Spielerinnen/Spieler mit dem erfolgreichsten Bowling in einem hervorragenden Fitnesszustand befinden. Dieser Spielertyp setzt sich über die Turnierdauer eindeutig durch. Wie wir bereits in den letzten Jahren festgestellt und betont haben: Wer international erfolgreich sein will, der muss ein hohes Spieltempo auf die Bahn bringen.

Wir haben diese Komponente in die nationalen Kaderkriterien aufgenommen und die Top-Konkurrenz bei der EM in diesem Punkt beobachtet. Bei den Jungs benötigt der Ball von der Foul-Linie bis zum Pineinschlag deutlich unter 2,40 sec. Der schwedische Beidhänder Jesper Svensson liegt z.Bsp. bei 2,00 bis 2,10 sec. Die erfolgreichen Engländerinnen spielen die Bälle in einer Zeit von 2,40 bis 2,50 sec. Zu Beginn der Meisterschaften waren die russischen Spielerinnen, die ein geringeres Tempo spielen, noch sehr erfolgreich. Doch über die Turnierdauer setzte sich das dynamischere Spiel durch. Sobald sich die „Tempospieler“ auf die Bahn taktisch optimal eingestellt haben, können sie den Trumpf „Tempo“ deutlicher in die Waagschale werfen.

 

Sylvia:

Die Combi Ölung steht immer wieder in der Diskussion. Auch wenn die ETBF von dieser Kombination Abstand genommen hat, so werden von der WTBA bei den Weltmeisterschaften diese Bahnverhältnisse voraus gesetzt. Dies hat sich in den letzten beiden Bundesliga-Saisons ebenfalls durchgesetzt. Wir müssen uns diesen Herausforderungen stellen und dies bei unserer Vorbereitung intensiv berücksichtigen. Es wäre daher wünschenswert, wenn die Bahnbetreiber den U21-Kader unterstützen, die entsprechenden Ölbilder auf den Trainingsbahnen zur Verfügung zu stellen.

 

Welche Konsequenzen haben eure Erkenntnisse für die zukünftige Kaderarbeit und -auswahl?

 

Jimmy & Thomas & Rainer:

Wir werden auf jeden Fall die erfolgreichen methodischen Ansätze beibehalten. Dazu gehört der Anspruch an einen nachhaltig sehr guten Fitnesszustand. Wir werden bei der Kaderberufung Spielerinnen und Spieler in den Fokus nehmen, die von ihrer Spielanlage her für ein dynamisches Bowlingspiel geeignet sind. Weiterhin legen wir großen Wert auf eine leistungssportliche Einstellung und ein entsprechend aufgestelltes persönliches Umfeld.

Die fundamentale Spielerentwicklung erfolgt ja nicht im Nationalkader, sondern im Heimtraining. Unsere Erfahrung ist, dass es sich frühzeitig zeigt, ob eine Spielerin / ein Spieler bereit ist 110% für die Berufung in ein deutsches Auswahlteam zu geben. Wir werden noch mehr versuchen unsere Ressourcen auf diesen Spielerkreis zu konzentrieren.

Insbesondere bei den Jungs halten wir zudem den Einsatz in der Bundesliga für unabdingbar. Wir werden die Anforderungen des konditionellen Leistungstests – die Basis einer Kaderberufung - für B-Jugendliche altersgerecht modifizieren.

 

Sylvia:

Wir werden für das Jahr 2012 den Finanzhaushalt dahin gehend überprüfen und anpassen, so dass die Vorbereitung sowohl für die EM als auch für die WM mit jeweils 8 Spielern erfolgen kann. Wir forcieren in diesem Zusammenhang weiterhin die offene Kommunikation, so dass sich die Spieler wohl fühlen und die Schnittstellen zu den DBU-Jugendverantwortlichen auf kurzem Weg geklärt werden können. Es wird auch in Zukunft keine Besitzstände auf einen Kaderplatz geben. Spieler/innen, die bereits eine EM gespielt haben, müssen sich neu beweisen und den aktuellen Leistungsanforderungen stellen.

Fotostrecken

Silber für Robin Menacher

Silber im Masters für Robin Menacher  >

25.04.2011: Silber für Robin Menacher
Gold im Einzel für Steven Wiersema

Gold im Einzel für Steven Wiersema  >

24.04.2011: Gold im Einzel für Steven Wiersema
Dominic Buchmann

Impressionen  >

24.04.2011: Dominic Buchmann
Team Deutschland mit Coach Thomas Radke

Bronze im Teamwettbewerb für die Jungen  >

21.04.2011: Team Deutschland mit Coach Thomas Radke
 
 

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