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Gewinner im Masters der Jungen

Gold für Arnar David Johnsson

Ehrenpreis des bayerischen Ministers für Unterricht und Kultur

Gewinnerinnen im Masters der Mädchen

Gold für Autum Chamberlain

Ehrengabe der Stadt München

Sonntag, 24. April 2011

Silbermedaille für Robin Menacher; allererste Medaille im Bowling für Island

Im ersten Finalspiel des Masters konnte Robin Menacher noch gut mithalten und unterlag dem Isländer Arnar David Jonsson nur mit 209 : 225 Pins. Im zweiten Spiel machte sich sein verletzter Daumen offensichtlich bemerkbar. Mit 175 : 224 verlor Robin dieses Spiel und wurde Silbermedaillengewinner. Ein schöner Erfolg für den 15jährigen aus Süddeutschland. Für Island war es die allererste Medaille in einem Bowling-Wettbewerb überhaupt.

 

Medaillen im Masters der Jungen 

  • Gold - Arnar David Jonsson (Island)
  • Silber – Robin Menacher (Deutschland)
  • Bronze – Michael Nock und Christopher Lam (beide aus England)

 

Bei den Mädchen gewann Autum Chamberlain mit 202 : 181 und 230 : 211 gegen Andrea Hansen.

 

Medaillen im Masters der Mädchen

  • Gold – Autum Chamberlain (England)
  • Silber – Andrea Hansen (Norwegen)
  • Bronze – Amanda Larkin (Irland) und Daria Pajak (Polen)

 

Interviews mit den Masters-Gewinnern 2011, Autum Chamberlain und Arnar David Johnsson

 

Die Interviews führte die Referentin der Deutschen Bowling Union, Gisela Göbel. Autum Chamberlain kam mit National Manager und Trainer Terry Searle zum Interview.

 

G. Göbel: „Herzlichen Glückwunsch. Das war eine erfolgreiche Europameisterschaft für Dich Autum und das gesamte englische Team.“

Autum: „Ja, nach der Silber-Medaille im Team nun die Gold-Medaille im Masters.“ Terry Searle fügt stolz hinzu: „Wir haben 2 x Gold, 1 x Silber und 5 x Bronze bei dieser EM gewonnen.“

 

G. Göbel: „War dies Deine erste Teilnahme an einer Europameisterschaft, warst Du aufgeregt?“

Autum: „Nein, ich war bereits 2010 in St. Maximin dabei, da habe ich zwei Silbermedaillen im Doppel und Team gewonnen. Hier in München war ich sehr nervös.“

 

G.Göbel: „Wie kamst Du zum Bowlingspielen?“

Autum: „Meine Eltern haben mich mitgenommen, als ich 5 Jahre alt war.“

 

G.Göbel: „Da warst Du ja noch sehr klein. Jetzt bist Du 16 und sehr erfolgreich. Wie oft trainierst Du?“

Autum: „Meistens 3 mal pro Woche, vor Turnieren dann öfter.“

 

G. Göbel: „Was hast Du für Hobbys außer Bowling?“

Autum: „Keine, nur Bowlingspielen.“

 

Interview Autum und Terry

G.Göbel: „Du wohnst in Bournemouth, einem berühmten Badeort an der südenglischen Küste, da bietet sich Schwimmen doch geradezu an?“

Autum: Ja, schwimmen gehe ich gerne.“

 

Zum Abschluss interessiert mich, wie die Auswahlkriterien für die Teilnehmer an internationalen Meisterschaften in England sind. Die Frage beantwortet mir Terry Searle: „Wir haben verschiedene Kriterien. Da ist zuerst die Liste der Top 20, dann Ergebnisse aus Wettbewerben, Ranglisten und für die Jugend gibt es Training Camps zur Beobachtung mit Tests und Probespielen. Die letzte Auswahl treffe dann ich als Nationaltrainer.“

 

G. Göbel: "Vielen Dank für das Interview und gute Heimreise."

 

 

Arnar David Johnsson aus Island bescherte seinem Land die erste Medaille im Bowling

 

Arnar David Johnsson hält sich emotional sehr zurück, genau wie bei der Siegerehrung, wo er sich kaum ein Lächeln abringen konnte, aber Coach Theodora Olafsdottir strahlt, lacht und freut sich einfach riesig.

 

G. Göbel:  „Dies ist tatsächlich die allererste Medaille, die ein Bowlingspieler für den Inselstaat Island gewonnen hat?“

Arnar: „Ja, das stimmt.“

 

G. Göbel: „Wie oft hast Du bereits bei Jugend-Europameisterschaften teilgenommen?“

Arnar: „Nunmehr zum dritten Mal.“

 

G. Göbel: „Wie sind die Trainingsmöglichkeiten in Island, wie viel Bahnen gibt es dort überhaupt?“ Theodora Olafsdottir übernimmt die Aufzählung: „Also 22 Bowlingbahnen in Reykjavik und 10 im Norden. Wir wünschen uns aber mindestens zwei Anlagen mehr.“

Arnar: „Ich lebe und trainiere in Norwegen.“ Und als er mein Erstaunen darüber bemerkt, erklärt er; „Meine Familie kommt aus dem Norden von Island. Seit 1 ½ Jahren  leben wir in Norwegen, in Sudness.

 

G. Göbel. Th. Olafsdottir, A.D. JonssonG. Göbel: „Hast Du Vorbilder im Bowlingsport?“

Arnar: „Ja, Norm Duke ist eines und Hafdör Hardarson, ein isländischer Bowler der jetzt in Schweden lebt." Theodora Olafsdottir: „Auch wenn sie im Ausland leben, spielen sie doch immer noch im isländischen Nationalteam.“

 

G.Göbel: „Arnar, jetzt bist Du 17 Jahre alt, wann hast Du angefangen Bowling zu spielen?“

Arnar: „Ernsthaft mit 7 Jahren. Mein Vater arbeitete auf einer Bowlingbahn und so wuchs ich dort auf.“

 

G. Göbel: „Ist Bowlingspielen Dein einziges Hobby?“

Arnar; „Nein, ich spiele gerne Fußball, Basketball und beschäftige mich an meinem Computer.“ Angesprochen auf den extrem hohen Rückschwung des Arms und die daraus resultierende Möglichkeit des Ausrenkens der Schulter, antwortet Arnar: „Ich schwinge den Arm nicht gerade nach hinten oben, sondern drehe die Schulter heraus. Das verursacht keinerlei Schmerzen.“

 

Bei der Frage, ob er schon einmal mit diesem Schwung nach oben Schaden angerichtet hat, lachen jetzt beide und ergänzen sich: „Ja, da war doch mal ein Schild, das habe ich heruntergeworfen.“

 

G.Göbel: „Danke für das Interview. Mal sehen, wann es die nächste Medaille für Island gibt.“

Fotostrecken

Silber für Robin Menacher

Silber im Masters für Robin Menacher  >

25.04.2011: Silber für Robin Menacher
Gold im Einzel für Steven Wiersema

Gold im Einzel für Steven Wiersema  >

24.04.2011: Gold im Einzel für Steven Wiersema
Dominic Buchmann

Impressionen  >

24.04.2011: Dominic Buchmann
Team Deutschland mit Coach Thomas Radke

Bronze im Teamwettbewerb für die Jungen  >

21.04.2011: Team Deutschland mit Coach Thomas Radke
 
 

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