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Team Boys

300er Spiel von Ulari Lees aus Estland im Teamwettbewerb

Samstag, 3. April 2010

Boy Team II

Die Jungs sind in die zweiten drei Spiele des Teamwettbewerbs gestartet mit dem Ziel unter die ersten Vier zu kommen, um sich so für das Halbfinale zu qualifizieren. Leider haben die vier das nicht erreicht und den Wettbewerb auf dem neunten Platz abgeschlossen. Thomas hat die Jungs im Teamwettbewerb begleitet und war so freundlich, mir im Nachgang einige Fragen dazu zu beantworten.

 

F: Thomas, Du hast die Jungs durch die sechs Spiele des Teamwettbewerbs begleitet. Zum Wunschziel hat es leider nicht gereicht. Was denkst Du, woran das gelegen hat?

 

A: Leider ist es uns heute nicht gelungen mit der zweiten 3-Serie das Halbfinale zu erreichen. Das Endergebnis zeigt deutlich, dass in diesem Wettbewerb eine Vielzahl von Ländern dazu in der Lage waren einen der begehrten Halbfinalplätze zu erreichen. In diesem Jahr fehlten uns 103 Pins zur Platzierung Top 4. Das ist nicht viel und doch spiegelt dieser Rückstand den Abstand zur Spitze wider. Wir haben im vorigen Jahr wichtige Faktoren für ein modernes und erfolgreiches Bowlingspiel identifiziert und in die Trainingsvorgaben eingearbeitet.

 

Unsere  jungen Spieler benötigen für die Umsetzung dieser Eigenschaften aber noch weitere Zeit. Zum einen fehlt es uns noch an der Konstanz der präzisen Wiederholung der sehr guten Würfe und zum anderen sind unsere Spieler im mentalen Bereich noch nicht so "eisenhart" wie die Spitzenspieler der Konkurrenz. Das hat zur Folge, dass zwei, drei oder vier perfekten Würfen ein suboptimaler Wurf folgt. Damit waren die benötigten Strikeketten nicht zu erreichen und der Traum vom Halbfinale blieb in diesem Jahr unerfüllt.

 

F: Auch wenn wir das Ziel dieses Mal verpasst haben, wo siehst Du die Stärken der Jungs, wo siehst Du aber auch Potenziale, die die Jungs im anstehenden Einzelwettbewerb für sich nutzen können?

 

A: Zu den Stärken zählen das Sparespiel, das Spielverständnis und natürlich auch die sehr gute konditionelle Verfassung. In der zweiten Team-Serie wurde bei den leichten Pinstellungen nur ein Fehler gemacht (3-6-10). Dieser wurde durch mehrere geräumte Splits/Wash-Outs mehr als ausgeglichen. Unsere Spieler verstehen sehr gut, welches taktische Spiel erfolgreich ist. An der konstanten Umsetzung müssen wir noch arbeiten. Hervorzuheben ist auch der Teamgeist. Jeder will sich für den Gesamterfolg der Deutschen Mannschaft einbringen und spornt den Mitspieler entsprechend an.

 

Das Mädchenteam hat gezeigt welche zusätzlichen Energien dadurch freigesetzt werden können. Bei den Jungs ist die Basis gelegt und wir dürfen uns auf die weitere mittelfristige Entwicklung freuen. Für das Einzel gilt es mit einer durchgehend konzentrierter Wurfvorbereitung jedes Anspiel konsequent zum Breakpoint zu spielen. Gelingt dies durchgehend über 6 Spiele ist ein Top-Ergebnis möglich.

 

 

F: Kannst Du zu diesem Zeitpunkt schon ein Zwischenfazit der EM ziehen? Wenn ja, wie schätzt Du die bisherigen Ergebnisse unseres Teams ein?

 

A: Wenn wir uns die erfolgreichen Spielertypen ansehen, so zeichnet sie ein druckvolles, selbstbewusstes Spiel aus. Das heute verfügbare Material muss mit hohem Tempo in den Breakbereich gespielt werden. Die Basis ist ein Bewegungsablauf der bzgl. der Wurfvorbereitung, der Ausrichtung zur Spiellinie, der stabilen Endstellung bei der Ballabgabe und des konsequenten Spiels zum gewählten Breakpunkt keine Schwankungen zulässt. Unseren Jungs gelingt das phasenweise, der Konkurrenz über ganze Spiele. Das macht noch den Unterschied aus. Um hier zur Spitze aufzuschließen sind eine professionelle Trainingseinstellung und ein Maximum an Wettkampfspielen nötig. Hier werden wir ansetzen und vor allem die Deutschen Nachwuchsspielerinnen und  -spieler unterstützen, die sich diesem Anspruch stellen.

 

Bei den Mädchen können wir schon jetzt auf hervorragende Leistungen stolz sein. Wir haben im Team vom ersten bis zum letzten Spiel in Führung gelegen und eine Pinzahl geworfen, die selbst bei den Jungs konkurrenzfähig war. Mit dem Ergebnis der Mädchen haben die vier neue Europarekorde über drei und über sechs Spiele aufgestellt. Die Halbfinals haben ihre eigenen Gesetze. Dort sind wir gegen sehr gut spielende Engländerinnen ausgeschieden, die danach den Schwedinnen alles abverlangten um den EM-Titel zu erringen. Platz 5 im Doppel ist ein hervorragendes Ergebnis.

 

Die EM-Neulinge Lisa und Nadine haben eine fulminante Leistungssteigerung im Wettbewerb gezeigt. Bei den Jungs entsprechen die erreichten Platzierungen noch nicht unseren Erwartungen. Wir haben aber keine Zweifel daran, auf dem richtigen Weg zu sein. Die Veränderungen, die wir nach Malmö 2009 in der Arbeit des Jugendnationalkaders vorgenommen haben, sehen wir als wichtige Basis für den Weg zur europäischen Spitze.

 

Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, im Nachgang zum Wettbewerb diese Fragen zu beantworten.

Fotostrecken

Jan Cepelak  aus Tschechien im Doppel

Perfekte Spiele  >

03.04.2010: Jan Cepelak aus Tschechien im Doppel
Dritter Platz Russland

Siegerehrung  >

03.04.2010: Dritter Platz Russland
Erster Platz Dänemark

Siegerehrung  >

03.04.2010: Erster Platz Dänemark
2010

Foto der Teilnehmer  >

30.03.2010: 2010

Videos

Girls Singles Germany Semifinal - Part 1 (4:01 Minuten)  >

30.03.2010: Girls Singles Germany Semifinal - Part 1 (4:01 Minuten)
 
 

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